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STEVIA - Der Süßstoff, der keiner sein darf.
Die südamerikanische Pflanze Stevia rebaudiana, auch Süßkraut genannt, könnte schon bald auch in Deutschland als natürlicher Zucker- Ersatz dienen, und dem herkömmlichen Zucker Saccharose Konkurrenz machen. In ihrer Heimat Paraguay wird die Staudenpflanze schon seit Jahrhunderten angebaut und zur Verfeinerung von Getränken und Speisen aller Art verwendet.
Stevia ist 300mal so süß wie Zucker, es genügt also schon eine minimale Menge um beispielsweise Tee zu süßen. 100g Stevia- Blätter sind ausreichend für 180 Liter Tee.
Der aus der Stevia-Pflanze gewonnene Süßstoff ist auch für Diabetiker ideal geeignet, ausserdem wirkt die Pflanze, wie wissenschaftliche Tests beweisen, Bluthochdruck, Infektionen und sogar Karies entgegen. Sie ist kalorienfrei und somit ein natürlich gesunder Zucker- Ersatz.
Hauptbestandteil der Stevia- Pflanze sind die Glykoside Steviosid und Rebaudiosid, die Süßstoffe des Krautes, welche sich geschmacklich von herkömmlichem Zucker kaum unterscheiden. Trotz ihrer weiten Verbreitung in Südamerika und Asien ist der Verkauf der von Stevia Produkten als Süßstoff in Europa noch verboten. Stevia wird daher z.B. als Badezusatz, zur Dentalhygiene usw. angeboten. Wenn Sie Stevia bestellen, machen Sie sich keine Sorge, der „Stevia Badezusatz" ist das Stevia, von dem wir hier reden. Die Pflanze wurde von dem verantwortlichen Lebensmittelausschuss der EU nicht zum Verkauf zugelassen, mit der Begründung „ (...) dass die gegenwärtige Informationslage nicht ausreichend sei, um eine umfassende gesundheitliche Unbedenklichkeit zu garantieren (..)". Der EU- Ausschuss stütz sich bei dieser Aussage auf ein Gutachten, das bereits vor Jahren in den USA erstellt wurde und angeblich feststellte, dass Stevia mutagene Stoffe enthält. Diese Studie ist allerdings sehr fragwürdig und umstritten, und sogar die amerikanische Regierung hat inzwischen eingelenkt, und das Verbot gegen Stevia- Produkten wieder aufgehoben. Es kann angenommen werden, dass auch die Süßstoff- und Zuckerindustrie ihr Übriges tut, um der Erforschung und Legalisierung der Pflanze entgegenzuwirken, da Stevia problemlos den herkömmlichen Zucker ersetzen könnte.
Stevia kann auf vielerlei Arten verarbeitet und gebraucht werden. Hier eine Übersicht der am weitesten verbreiteten Formen:
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Stevia- Blätter:
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erhältlich als ganze Blätter, zerkleinert oder zu grünem Pulver vermahlen.
Stevia- Blätter können als Zutat zu Tee und Teemischungen verwendet
werden.
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Stevia- Tabs:
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leicht zu dosierende, kleine Tabletten, ideal geeignet z.B. zum Süßen von
Kaffee (ein Tab entspricht etwa einem Teelöffel Zucker)
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Stevia- Packets:
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eine in kleinen Briefchen erhältliche Mischung aus Stevioglykosiden und
Füllstoffen, wie z.B. pflanzliche Ballaststoffe, aber auch Lactose oder
Maltodextrin
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Stevia- Liquid:
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flüssige Konzentrate aus Stevia- Blättern, klare bis grüne Flüssigkeit, ideal
Zum Dosieren
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Stevia- Pulver:
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hoch konzentriertes, weißes Pulver
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Steviosid und
Rebaudiosid A:
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diese Glykoside sind als weißes, kristallines Pulver zu erhalten. Hierbei
muss beachtet werden, dass reines Steviosid bzw. Rebaudiosid A die
300fache Süsskraft des herkömmlichen Zuckers hat.
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Stevia – Pflanze
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die lebende Pflanze im Gartenfachhandel oder Samen zum Eigenanbau
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Diese verschiedenen Stevia- Produkte werden weltweit schon lange als Zucker- Ersatz verwendet, bisher ohne negative Berichte. In Japan beispielsweise, wird fast alles mit Stevia gesüsst: angefangen von Kaugummi bis hin zu Schokolade, Sojasoße und sogar Coca- Cola.
Bleibt abzuwarten wie sich die Situation in Deutschland entwickelt, und zu hoffen, dass es auch hier den Menschen ermöglicht wird, auf diese natürlich gesunde und kalorienfreie Alternative umzusteigen.
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