Psychoaktive Kakteen – die Infoseite
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Kakteen

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Psychoaktive Kakteen

Für ihre geistige und körperliche Medizin benutzten die Ureinwohner Amerikas schon seit fast 3000 Jahren die Wirkstoffe von Kakteen. Über Peyote, einen meskalinhaltigen Kaktus, wurde schon viel geforscht und viel geschrieben. Aber es ist nicht nur der Peyote dessen psychotrophe Wirkstoffe genutzt wurden. Auch der peruanische Stangenkaktus der Trichocereus bridgesii, und der San Pedro wurden genutzt und nicht zu vergessen der Peruvian Torch. Alle diese entheogenen Kakteen haben unterschiedliche Alkaloide die unterschiedliche Effekte hervorrufen.

Die traditionelle Methode zur Anwendung ist es die Kakteen zu essen. Die größte Wirkstoffkonzentration liegt direkt unter der Schale, also erst vorsichtig die Dornen entfernen und dünn schälen. Dann kann das Fruchtfleisch bis auf den holzigen Kern abgenagt werden. Man kann die Kakteen aber auch erst einmal trocknen. Das geht mit zirka 1 cm dicken Scheiben entweder in der Sonne oder in einem Backofen der auf etwa 70 Grad erhitzt wird. Auch eine Teezubereitung kann empfohlen werden. Zuerst werden wieder die Dornen entfernt, dann wird er in Stücke geschnitten und in einem Topf 2-3 Stunden bei milder Hitze aufkochen. Meistens wird das Gebräu sehr bitter, dem kann durch Zugabe ungezuckerter Säfte, Früchte oder Honig abgeholfen werden. Diese Zubereitungsarten gelten in der Regel für alle Kakteenarten.

Kakteen3In der Wirkungsweise unterscheiden sich die Kakteen deutlich voneinander. Aus dem Süden Mexikos stammt der kleine stachellose Peyote Kaktus. Er ist unbestritten der Star unter den psychoaktiven Kakteen. Als Medikament wird er in der Volksmedizin gegen Fieber, Blindheit und viele andere Krankheiten eingesetzt. Es ist vor allem das Mescalin das als Hauptalkaloid im Peyote wirkt. Und Mescalin ist in großer Menge in diesem Kaktus vorhanden.

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Die gebräuchlichste Art Peyote zu konsumieren ist das Kauen. Getrocknet oder frisch werden Stücke der Kaktee gekaut bis die Mescalin-Alkaloide durch die Mundschleimhaut aufgenommen werden. Da der Geschmack von Peyote übelerregend bitter ist, wird oft Ananassaft dazu getrunken. Dieser hilft allerdings nur wenig, sodass der Peyote auch oftmals wieder erbrochen wird. Am besten ist es, zirka sechs Stunden vor dem Verzehr von Peyote nichts mehr zu essen. Es gibt auch die Möglichkeit Peyote als Tee zu sich zu nehmen.

Bei einigen Konsumenten stellt sich erst nach einiger Zeit ein halluzinogener Effekt ein. Das Alkaloid Mescalin ähnelt in seiner Wirkungsweise dem LSD wird aber allgemein als sanfter, weicher und milder beschrieben. Besondere Erfahrungen mit dem Selbst gehören zu den eindrucksvollsten Erlebnissen. Konsumenten berichten von Begegnungen mit dem eigenen Ich, losgelöst von Raum und Zeit. Der Trip, der zu den eindrucksvollsten Halluzinationen führen kann, dauert bis zu 12 Stunden.

Außer dem beschriebenen Peyote gibt es noch weitere psychoaktive Kakteenarten die in der Wirkungsweise allerdings allesamt schwächer sind als Peyote. Die älteste der uns bekannten magischen Kakteenpflanzen ist der San Pedro Kaktus (Trichocereus Pachanoi). Er stammt aus den Gebirgslagen von Peru und Ecuador. Sein Mescalingehalt ist wesentlich geringer, dafür entsteht auch eine weit geringere Übelkeit beim Verzehr.

Ähnlich wirkt auch der Peruanische Stangenkaktus (Trichocereus peruvianus). Auch bei ihm liegt der Mescalingehalt deutlich niedriger als bei Peyote. Der Rausch ist insgesamt sanfter, freundlicher und spiritueller. Der ganz besondere Vorteil des Peruvian Torch liegt darin, dass er leicht anzupflanzen ist und so manchen Fehler bei der Aufzucht erlaubt.

Warnung

Wer sich mit den Kakteen auf eine Reise begibt sollte diese nicht allein antreten. Wie beim LSD-Trip ist ein Begleiter, der auf den Konsum verzichtet und nüchtern bleibt, dringend anzuraten. Je nach eigener Disposition kann es sehr leicht zu Angst und Verfolgungswahn auslösenden Situationen.

Legales

Die Substanz Meskalin ist in den meissten Ländern verboten. Erstaunlicherweise werden z.B. San Pedro und Peyote in Pflanzenfachgeschäften problemlos gehandelt. Wer mehr über den Legalitätsstatus von psychoaktiven Kakteen weiss, möge uns das bitte mitteilen: mail@zauberpflanzen.de

Literatur